Anna E.

Es hat mich schon immer gereizt das Offensichtliche zu hinterfragen.

Carmen L. - 41 Jahre - Fachdienstleitung Stationäre Jugendhilfe

Abschluss: Allgemeine Hochschulreife Ausbildung: Staatlich anerkannte Erzieherin Studium: Psychologie (Diplom)

Was bist du für ein Typ?

Ich bin neugierig und offen für Neues und ich schaue gerne hinter die Fassade, gebe mich ungern mit der Oberfläche zufrieden. Ich finde es wichtig, nicht irgendwie zu leben, sondern meinen eigenen Weg zu finden. "Auf dem Weg sein" könnte sozusagen mein Lebensmotto sein. Dabei finde ich immer wieder spannend, was mir unterwegs begegnet. Meine Hobbys sind zum einen Wandern, Radfahren, Reisen und daneben Kultur (Theater, Kino), gutes Essen, Kochen und Lesen.

Warum hast du dich für deinen jetzigen Job entschieden?

Ich fand die Zusammenarbeit mit Menschen schon immer spannend, weil sie nie langweilig wird und man so vielen unterschiedlichen Leuten begegnet. Und es hat mich schon immer gereizt das Offensichtliche zu hinterfragen und sich auf die Suche nach neuen Wegen zu begeben. Als Psychologin kann ich jeden Tag neugierig bleiben und empfinde es als Bereicherung Menschen ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu können. Und das Studium bietet einem sehr viele unterschiedliche und facettenreiche Möglichkeiten später beruflich tätig zu werden.

Beschreibe deinen Arbeitsalltag!

Ich berate Kinder, Jugendliche und ihre Familien und Pädagogen in ihrer Arbeit. Meine eigentliche Aufgabe besteht im Grunde darin, die richtigen Fragen zu stellen, weil ich glaube, dass jeder die für sich richtige Antwort in sich trägt. Dazu mache ich es mir zu nutze, dass ich mit etwas Abstand und von außen auf Situationen und Probleme schaue und versuche dadurch neue Perspektiven und Sichtweisen einzubringen. Meine Beratung ist eingebettet in Hilfeplanprozesse, d.h, ich arbeite auch mit den jeweiligen Jugendämtern zusammen und bin für die Dokumentation und das Schreiben von Berichten zuständig. Weiterhin befinde ich mich auch im Austausch mit Lehrern, Kliniken, Polizei und Gericht, je nachdem worum es im individuellen Fall geht.

Was ist das Gute an deinem Job?

Es wird nie langweilig. Und ich finde, die Jugendhilfe bietet für Psychologen ein sehr abwechslungsreiches Arbeitsfeld mit viel Entwicklungspotential. Meines Erachtens ist das leider gar nicht so bekannt. Für mich persönlich bedeutet es, dass ich mit unterschiedlichen Personengruppen an der Basis arbeiten kann und zusätzlich Möglichkeiten habe, meine Fühler in unterschiedliche Richtungen auszustrecken (Diagnostik, Fortbildungen, Lernförderung, Einzelberatung, Familienberatung, Multifamilientherapie,Supervision u.v.m.).

Was wünschst du dir für deine Zukunft

In vielen Dingen wünsche ich mir, dass sie einfach so bleiben wie sie gerade sind. Ich möchte auf jeden Fall weiter als Beraterin/Therapeutin arbeiten. Erst mal will ich jetzt meine Weiterbildung zur systemischen Beraterin/Therapeutin abschließen. Das Thema Trauma interessiert mich sehr und daher möchte ich in diesem Bereich eine weitere Weiterbildung anschließen. Irgendwann kann ich mir vorstellen eine eigene Praxis zu haben, gerne auch als Kooperationspartner einer Jugendhilfeeinrichtung. Und da ich Tiere sehr mag, schwebt mir auch immer mal wieder ein Therapiehund vor.
Es wird auf jeden Fall spannend bleiben, da bin ich sicher. Und es gibt noch viel Neues zu entdecken.

Berufsbilder & Bereiche der Erziehungshilfe