Anna E.

Besonders gut gefallen mir die Nacht- und Wochenenddienste bei denen man den Gruppenalltag noch einmal von einer anderen Seite kennenlernt.

Helena R. - 24 Jahre - FSJ in einer Kinderwohngruppe

Abschluss: Abitur Freiwilligendienst: Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Was bist du für ein Typ?

Ich bin ein fröhlicher Mensch und verbringe meine Zeit gerne mit anderen Menschen und habe stets ein offenes Ohr für deren Sorgen. Ich spiele schon seit langem Klavier, fahre Kart und lese gern. Meine Familie und Freunde sind mir sehr wichtig.

Warum hast du dich für einen Freiwilligendienst entschieden?

Nachdem ich mein Abitur in der Tasche hatte, konnte ich mich einfach nicht für einen Studiengang entscheiden. Ich war mir aber sicher, dass der soziale Bereich mich sehr interessiert. Also entschied ich mich für ein FSJ, um soziale Berufe näher kennenzulernen.
Und es hat mir bei der Orientierung wirklich geholfen!
Im Laufe des Jahres wurde mir nämlich klar, dass ich Psychologie studieren möchte.

Beschreibe deinen Arbeitsalltag!

Mein Arbeitsalltag beginnt meist um 10 Uhr. Dann sind die Kinder noch in der Schule und ich unterstütze unsere Hauswirtschaftskraft. Wenn dann die ersten in die Gruppe kommen, wird zusammen Mittag gegessen und anschließend helfe ich den Kindern bei den Hausaufgaben. Außerdem gehören einkaufen, Kinder zu Terminen und Arztbesuchen begleiten und an den Teamsitzungen teilnehmen zu meinen Tätigkeiten. Und natürlich bin ich einfach Ansprechpartner bei Sorgen und Problemen. Besonders gut gefallen mir die Nacht- und Wochenenddienste, bei denen man den Gruppenalltag noch einmal von einer anderen Seite kennenlernt.

Was ist das Gute an deinem Job?

An meinem Job gefällt mir sowohl die Arbeit mit den Kindern, als auch mit den Kollegen. Es ist schön, über einen längeren Zeitraum beobachten zu können, wie die Kinder sich weiterentwickeln und Fortschritte machen. So werden wir bald eine Jugendliche ins betreute Wohnen entlassen. Außerdem habe ich in meinen Anleiterstunden viel gelernt, zum Beispiel das Erstellen eines Genogramms.

Wie gefallen dir die Seminartage im Freiwilligendienst?

Die Seminarwochen sind eine entspannte Abwechslung zum Arbeitsalltag. Hier trifft man sich mit Gleichaltrigen, die sich in der gleichen Situation befinden wie man selber, da finden sich natürlich schnell neue Freunde. Auch die Inhalte, die man dort bespricht, sind interessant. So plant man hier zum Beispiel das eigene Projekt, welches im zweiten Halbjahr ansteht.

Wie geht es für dich beruflich nach deinem Freiwilligendienst weiter?

Im Moment bewerbe ich mich um einen Studienplatz in Psychologie. Im Anschluss möchte ich dann noch eine Zusatzausbildung zur Kinder- und Jugendtherapeutin machen. Ich könnte mir gut vorstellen, auch in der Zukunft im Heimbereich zu arbeiten.

Was wünschst du dir für deine persönliche Zukunft?

Erst einmal hoffe ich, dass ich einen Studienplatz in einer schönen Stadt bekomme. Dann wünsche ich mir, dass mir das Studium so viel Spaß macht, wie ich mir das momentan vorstelle und ich irgendwann Kindern durch meine Arbeit helfen kann.

Berufsbilder & Bereiche der Erziehungshilfe